Soziales

Nach­haltige Lösungen für klima­resiliente Gemein­schaften in Gunung Kidul

Das Projekt stärkt die Wasser- und Lebensmittelsicherheit in der Regentschaft Gunung Kidul in Indonesien, indem es klimaresiliente Wasser- und Abwassersysteme fördert, lokale Gemeinschaften befähigt und insbesondere Frauen in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe stärkt.

Asien
Indonesien
Gunung Kidul (Yogyakarta)
Förderjahre: 2025-2028

Die Regentschaft Gunung Kidul liegt in der Sonderregion Yogyakarta auf der Insel Java. Die Region ist mit rund 34.000 Einwohnerinnen und Einwohnern besonders stark von Armut und zunehmender Wasserknappheit betroffen. Die karstgeprägte Landschaft erschwert die Speicherung von Regenwasser, sodass Grundwasser in Trockenperioden nur eingeschränkt verfügbar ist. Viele der Menschen vor Ort sind auf Landwirtschaft und Viehzucht angewiesen, was sie angesichts zunehmender Klimarisiken besonders belastet. Auch die Entsorgung von unbehandeltem Abwasser stellt eine wachsende Herausforderung dar und gefährdet die Qualität von Grund- und Oberflächenwasser – mit weitreichenden Folgen für die öffentliche Gesundheit.

Von 2025 bis 2028 unterstützt die Wilo‑Foundation die Umsetzung eines Projekts von Habitat for Humanity Deutschland e.V., das in vier Dörfern des Subdistrikts Nglipar – Pengkol, Pilangrejo, Katongan und Nglipar – in der Regentschaft Gunung Kidul durchgeführt wird. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen von mehr als 4.500 Menschen nachhaltig zu verbessern, ihnen einen verlässlicheren Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen und die Gemeinden in nachhaltigen Praktiken zur Abwasserentsorgung zu stärken.

Das Projekt wurde in einem partizipativen Prozess unter Einbeziehung einer Vielzahl lokaler Interessengruppen, darunter Regierungsbehörden, Gemeindemitglieder und andere relevante Akteure im Subdistrikt Nglipar, konzipiert, um sicherzustellen, dass das Projekt auf die lokalen Bedürfnisse und bestehenden Rahmenbedingungen abgestimmt ist.

Das Projekt verbessert die Wasser- und Sanitärversorgung in Gunung Kidul durch die Instandsetzung und effizientere Nutzung gemeinschaftlich betriebener Wassersysteme sowie den Bau von Regenwassersammelanlagen an Schulen. Rund 720 Haushalte und etwa 1.000 Kinder profitieren davon. Ergänzend werden einfache, nachhaltige Lösungen zur Grauwasserbehandlung eingeführt und Haushalte darin geschult, Wasser ressourcenschonend weiterzuverwenden.

Zudem stärkt das Projekt die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen, indem 80 Kleinunternehmerinnen durch Trainings, Zertifizierungsunterstützung, digitale Kompetenzen und lokale Netzwerke begleitet werden. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu sichern, werden Gender-Arbeitsgruppen aufgebaut und Schulungen zu Führung, Selbstvertretung und lokaler Planung durchgeführt, die eine aktive Beteiligung der Bevölkerung an Dorfentwicklungsprozessen fördern.

Das Projekt setzt auf kontextangepasste Lösungen, die von den Gemeinden langfristig selbst betrieben werden können. Wasserkomitees, Frauengruppen und lokale Initiativen werden gezielt gestärkt, um Wissen, Verantwortung und Engagement dauerhaft in den Dörfern zu verankern. Gleichzeitig trägt das Projekt durch ressourcenschonende Wasser- und Abwassersysteme zum Umwelt- und Grundwasserschutz bei und unterstützt die Gemeinden dabei, klimabedingte Risiken besser zu bewältigen.

Hauptförderer des Projekts ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Foto Header: Habitat for Humanity Deutschland e.V., Köln

Unser Förderpartner

Habitat for Humanity Deutschland e.V., Köln, ist Teil des internationalen Habitat for Humanity-Netzwerks. Die internationale Hilfsorganisation Habitat for Humanity wurde 1976 in den USA gegründet und ist seit 1998 in Deutschland ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln und Teil eines globalen Netzwerkes, das sich durch Hilfsprojekte rund um das Thema Zuhause in mehr als 70 Ländern weltweit für das Menschenrecht auf ein sicheres Dach über dem Kopf einsetzt. Durch Hausbau, Nachrüstungs- und Renovierungsarbeiten, durch Wasser-, Sanitär- und Hygienemaßnahmen, durch Katastrophenhilfe und -vorsorge sowie durch vielfältige Trainings zu Themen wie Bauen, Gesundheit und Wohnen konnten seit der Gründung bereits 65 Millionen ihre Wohnsituation verbessern.

UN-Nachhaltigkeits­ziele

Die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Sustainable Development Goals (SDGs) bildet den globalen Handlungsrahmen für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Auch unser Förderengagement unterstützt diese Nachhaltigkeitsziele. Mit diesem Projekt leisten wir einen Beitrag zur Erreichung folgender SDGs:

WAS SIND DIE SDG’S?

SDG 1
SDG 2
SDG 3
SDG 4
SDG 5
SDG 6
SDG 7
SDG 8
SDG 9
SDG 10
SDG 11
SDG 12
SDG 13
SDG 14
SDG 15
SDG 16
SDG 17