Das Bauwesen wird immer komplexer und bedarf weitaus mehr Akteure als noch vor einem Jahrzehnt. Grund dafür ist unter anderem die wachsende Bedeutung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beim Bauvorhaben.
Im Rahmen ihrer Wissenschaftsförderung unterstützte die Wilo-Foundation die im Jahr 2016 begonnene Studie, die die Voraussetzungen einer universitären Lehre und Forschung in der technischen Gebäudeausrüstung ermittelte.
Ausgangspunkt der Studie war die zunehmende Komplexität des Bauwesens, die dazu führt, dass die Arbeit von Gebäudetechnik- und Bauingenieuren sowie Architekten mehr und mehr miteinander verknüpft wird. In der Praxis resultieren aus der curricularen Trennung der Studiengänge Architektur, Bau- und Gebäudetechnikingenieurwesen jedoch häufig Verständnis- und Kommunikationsprobleme des Miteinanders im Planungs- und Bauprozess.
Der Fachbereich Architektur der Technischen Universität Dortmund erstellte deshalb in Zusammenarbeit mit der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik eine Studie, die den Bedarfen zur universitären Ausbildung - bei der Gebäudetechnikingenieure, Architekten und Bauingenieure gemeinsam studieren sollen - auf den Grund geht. Langfristig wurde die Verbesserung der Ausbildung von Gebäudetechnik-Ingenieuren angestrebt. Der Schwerpunkt lag in einem ganzheitlichen Gebäudeverständnis, der Steigerung der Absolventenzahlen von TGA-Ingenieuren zur Deckung des Arbeitsmarktbedarfs und der Stärkung der bereits bestehenden interdisziplinären Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren. Eine höhere Qualifikation der Planungs- und Baubeteiligten sollte eine Optimierung der Prozessabläufe im Bauwesen erreichen und bessere Ergebnisse im qualitätsvollen, kosten- und termingerechten Bauen erzielen.
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