Kultur und Begegnung im Fokus des 15. Netzwerk­treffens des Stiftungs­netzwerks Ruhr

Stiftungen des Ruhrgebiets trafen sich am 28. Mai 2026 bei der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung in Herdecke.

Am 28. Mai 2026 kamen die Mitglieder des Stiftungsnetzwerks Ruhr auf Einladung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung im Werner Richard Saal in Herdecke zusammen. Mit der ersten von zwei Veranstaltungen in diesem Jahr gab das Netzwerk den Auftakt für das Themenjahr „Kultur und Begegnung“ und richtete damit den Blick auf die gesellschaftliche Bedeutung kultureller Räume und Begegnungsformate im Ruhrgebiet.

Für einen musikalischen Auftakt sorgten die Cellistin Anouchka Hack und die Pianistin Katharina Hack. Das international tätige Duo gestaltete den Rahmen der Veranstaltung im Werner Richard Saal. Der Auftritt wurde durch die Unterstützung der Wilo-Foundation ermöglicht und unterstrich die inhaltliche Ausrichtung des Treffens.

Das Programm bot vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch. Ein Höhepunkt war die Keynote von Lydia Steier, designierte Intendantin der Ruhrtriennale. In ihrem Beitrag „The Fatness – Warum Kultur mehr sein muss als vernünftig“ skizzierte sie ihre Perspektive auf Kultur als Raum der Begegnung und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Dabei betonte sie die Bedeutung langfristiger Beziehungen zwischen Kulturinstitutionen und Stadtgesellschaft sowie den Anspruch, künstlerische Vielfalt sichtbar zu machen.

In vier parallelen Thementischen wurden zentrale Fragestellungen zur Zukunft der Kultur im Ruhrgebiet diskutiert. Im Fokus standen unter anderem die Umnutzung bestehender Räume – etwa im Kontext der Manifesta Biennale 16 Ruhr – sowie die nachhaltigen Effekte von RUHR.2010. Weitere Beiträge befassten sich mit der Regionalen Kulturstrategie Ruhr ab 2026 sowie mit Formaten der Community Music, die neue Zugänge zu kultureller Teilhabe eröffnen. Auch die praktische Umsetzung kultureller Bildungsarbeit wurde thematisiert, unter anderem am Beispiel der Jugend[Kultur]Werkstatt in Dortmund-Hörde

Die Mitgliedsurkunden wurden von David Höltgen von der Wilo-Foundation und Michelle Grabutznat von der E.ON Foundation überreicht. Entgegengenommen wurden sie von Sonja Leidemann für die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung sowie von Simone Holl für die Max und Gustav Born Stiftung für Bildung.

Im Rahmen der Veranstaltung wuchs das Netzwerk um zwei weitere Mitglieder: die Max und Gustav Born Stiftung für Bildung (Recklinghausen) sowie die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung (Herdecke). Die Mitgliedsurkunden wurden von David Höltgen (Wilo-Foundation) und Michelle Grabutznat (E.ON Stiftung) überreicht.

Hintergrund:

Gegründet wurde das Stiftungsnetzwerk Ruhr (SNR) 2016 in Essen und bringt seither die Akteure einer der stiftungsreichsten Regionen Deutschlands zusammen.

Das Stiftungsnetzwerk Ruhr wird durch einen Lenkungskreis getragen, dem die Wilo-Foundation, die E.ON Stiftung, GLS Treuhand, die Haniel Stiftung, die RAG-Stiftung, der Regionalverband Ruhr sowie der Stifterverband angehören. Darüber hinaus unterstützen die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie die KORTE-Stiftung das Netzwerk finanziell.

Die Wilo-Foundation ist seit 2018 im Lenkungskreis vertreten, ist seither Förderin der Stiftungsnetzwerktreffen, hat über mehrere Jahre den Aufbau des Stiftungsportals und die Initiative für Ehrenamtsunterstützung Förderpott.Ruhr unterstützt.

Aktuell zählt das Netzwerk 96 Mitglieder von der lokalen Bürgerstiftung bis hin zu global agierenden Stiftungen mit Sitz im Ruhrgebiet. Jedes Jahr finden zwei Vernetzungstreffen in verschiedenen Städten und an interessanten Orten im Ruhrgebiet statt.

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