Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund und die Fachhochschule Dortmund bringen sich zusammen mit rund 90 Akteuren aus Stadtgesellschaft, wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaft und Hochschulen in den Masterplan Wissenschaft mit ein.
„Der ständige Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist einer der Motoren für Wachstum und Innovation. Ich freue mich sehr, dass die IHK ihren Beitrag leisten kann, um die Vielfalt und Potenziale des Wissenschaftsstandortes Dortmund herauszuarbeiten“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz.
„Dortmund ist bereits jetzt ein hochkarätiger Wissenschaftsstandort mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Schulterschluss zwischen Kommune, Bildungseinrichtungen und Kammern wollen wir dafür sorgen, dieses Potenzial künftig noch bekannter zu machen“, sagt FH-Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick. Der Masterplan Wissenschaft sei ein Instrument, das von Oberbürgermeister Ullrich Sierau angestoßen und von den Hochschulen gern aufgenommen worden sei, so Schwick weiter. „Nach intensivem Austausch in unterschiedlichen Themenfeldern werden die beteiligten Einrichtungen gemeinsam mit der Stadt Visionen für den Masterplan Wissenschaft entwickeln, die in einem Zukunftspakt 2020 umgesetzt werden“.
Für den Erfolg der Unternehmen in der Region sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte notwendig. Der Masterplan Wissenschaft bringt Unternehmen, Hochschulen und Institutionen zusammen. Auf diese Weise entstehen Netzwerke, neue Ideen und Projekte. In enger Zusammenarbeit mit der IHK hat die Fachhochschule Dortmund zum Beispiel innovative Lehrinhalte und Studiengänge entwickelt, die den Übergang in den Arbeitsmarkt erleichtern. Kooperationen dieser Art stellen sicher, dass die gewerbliche Wirtschaft auch in Zukunft über ein Reservoir gut ausgebildeter Fachkräfte verfügen kann.
Die Fachhochschule Dortmund und die IHK zu Dortmund arbeiten in vielen Bereichen eng zusammen, unter anderem bei den Dualen Studienangeboten, die die Fachhochschule künftig noch ausbauen wird. Die Vorteile für die Studierenden liegen vor allem in der Kombination von wissenschaftlicher Ausbildung und praxisorientiertem betrieblichen Know-how. Das Duale Studium bietet somit hervorragende berufliche Perspektiven.
Der hohe Praxisanteil, die finanzielle Absicherung sowie die unmittelbare Anbindung an das beteiligte Unternehmen schaffen gute Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums. Reinhard Schulz: „Die Dualen Studiengänge sprechen auch Personengruppen an, die früher nicht unbedingt an ein Studium gedacht hätten. Sie binden hoch motivierte und leistungsstarke Absolventen an die Unternehmen und ermöglichen eine frühzeitige Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“. Die Unternehmen könnten sich frühzeitig qualifizierten Nachwuchs sichern und die Personalentwicklung weitgehend nach Bedarf ausrichten. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels schätzen Unternehmen der Region diese Studienform als Möglichkeit, Kontakte zu hervorragend ausgebildeten Menschen zu bekommen“, so der FH-Rektor.
„Mittelfristig werden wir verstärkt auch die Masterprogramme als nebenberufliche Weiterqualifikation anbieten, um Absolventen mit Bachelor-Abschluss einen schnellen Berufseinstieg zu ermöglichen und mit einem späteren Masterstudium neue Berufsperspektiven zu erschließen,“ so Schwick. Insgesamt werden die Studiengangsmodelle weiter diversifiziert, von nebenberuflichen Studienmodellen über Teilzeit-Angebote bis zu dualen Studiengängen. Mit kooperativen Promotionen wird den FH-Absolventen auch vermehrt der höchste akademische Abschluss zugänglich gemacht, was das Forschungspotenzial der Region weiter verstärkt.
Dass die Verbesserung der Internationalität im Masterplan Wissenschaft eine besondere Rolle spielt, betonte Schulz. Die Exportquote in der Region habe 1970 noch rund 20% betragen, heute liege sie bei rund 40%. Die Fachhochschule hat diesen Punkt für ihre Studierenden in den Fokus genommen: Die Anzahl der „Incoming Students“, also der, die aus dem Ausland an die FH kommen, sowie die Zahl der „Outgoing Students“, also der FH-Studierenden, die während des Studiums Auslandserfahrung in Studien- oder Praxissemestern sammeln, soll zukünftig gesteigert werden. „Dafür werden wir auch Geld in die Hand nehmen“, verspricht der FH-Rektor.