Assistenten­treffen der Siedlungs­wasser­wirtschaft

Deutschsprachige wissenschaftliche Institute treffen sich in Rostock.

Rostock. Vom 04.09. bis 08.09.2013 fand das 34. Assistententreffen der deutschsprachigen siedlungswasserwirtschaftlichen Institute u.a. wieder mit Unterstützung der Caspar Ludwig Opländer Stiftung statt. Es wurde, wie schon im Jahr 2004, von der Professur für Hydromechanik und Siedlungswasserwirtschaft der Universität Rostock ausgerichtet. 

Zahlreiche, über 50, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der siedlungswasserwirtschaftlichen Lehrstühle an Universitäten aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz nahmen teil. Das Programm besteht traditionell aus Fachvorträgen zu aktuellen Themen der Siedlungswasserwirtschaft, Workshops, Exkursionen und Social Events wie der Stadtralley. 

Die Begrüßungsansprachen erfolgten von Professor Dr. med. vet. habil. Elmar Mohr, Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr.-Ing. habil. Hartmut Eckstädt und Professor Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner. Anschließend standen die Fachbeiträge auf dem Programm: 

  • Dem Klimawandel entgeg(n)en - Umweltbilanzierung und Energieeffizienz,
    Dr.-Ing. Martin Schwarz, WILO SE 
  • Energiemanagement in der Eurawasser Nord GmbH,
    Dipl.-Ing. Holger Stählke, Eurawasser Nord GmbH 
  • Betriebliche Anpassung von Kläranlagen an rückläufige Bevölkerungsentwicklung,
    Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner, Universität Rostock 
  • Nährstoffbilanzierung moderner Aquakulturverfahren,
    Dr. Adrian Bischoff-Lang, Universität Rostock 
  • Niederschlagsereignisse in M-V im Sommer 2011,
    Prof. Dr. rer. nat. Konrad Miegel, Universität Rostock 

 

Im zweiten Tagungsteil besuchten die Teilnehmer Soft Skill Workshops wie "Richtig präsentieren" mit Prof. Dr.-Ing. Fokke Saathoff oder "Karrierewege für Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft" mit MA Carina Hojenski oder "Unterrichten? Hilfe!" mit Tobias Koch.

Es wurden folgende Exkursionen angeboten:

  1. Das Wasserwerk Rostock ist zum einen geschichtsträchtig und zum anderen technologisch hochmodern und interessant. Die direkte Entnahme von Oberflächenwasser aus der Warnow ist fast einzigartig in Deutschland. Seit mehr als 140 Jahren ist die Warnow mit ihrem Einzugsgebiet von ca. 3.200 km² Lebensader der Hansestadt Rostock. Das Wasserwerk Rostock versorgt die Hansestadt und 17 Gemeinden des Landkreises. 
  2. DredgDikes ist ein Projekt der Universitäten Rostock und Danzig in Kooperation mit Ämtern, Verbänden und Unternehmen aus der Wirtschaft. Mecklenburg-Vorpommern besitzt Deiche mit einer Gesamtlänge von ca. 750 km, in der polnischen Region Pommern beträgt die Länge rund 650 km. Rund 4 Millionen Menschen werden in Polen und Deutschland durch diese Deiche vor Hochwasser geschützt. www.dredgdikes.eu/de/ 
  3. Das Kraftwerk in der Hansestadt Rostock ist ein Steinkohlekraftwerk Es steht in der Nähe des Überseehafens und wurde 1991 gebaut und 1994 in Betrieb genommen. Betrieben wird es von der Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH (KNG). Neben einer elektrischen Leistungsabgabe von 553 Megawatt erzeugt es 150 Megawatt an Fernwärme, wobei eine Steigerung auf bis zu 300 Megawatt noch möglich ist. Ohne Fernwärme erreicht das Kraftwerk einen Gesamtwirkungsgrad von 43,2 %, bei maximaler Wärmeauskopplung 62,0 %. Der Kühlturm, der gleichzeitig als Schonstein dient, ist 141 m hoch und hat ein Erscheinungsbild, welches von überall in Rostock sichtbar ist. Auf der zweistündigen Führung durch das Kraftwerk wird ein Einblick in die Energieproduktion gegeben und unter anderem gezeigt, wie Turbinen funktionieren. Das Highlight der Führung ist ein Einblick in den Kühlturm und ein anschließender Ausblick in 100 m Höhe mit einem phantastischen Panorama über Rostock.
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