60 Jahre Oper Dortmund: Ausnahme­projekt „Der Himmel über Berlin“ angekündigt

Anlässlich der festlichen Operngala im Rahmen des 60-jährigen Bestehens der Oper Dortmund wurde die Opernproduktion von Wim Wenders’ Filmklassiker „Der Himmel über Berlin“ verkündet. Die Wilo-Foundation ermöglicht das Projekt maßgeblich.

Eingebettet in das jährlich stattfindende und von der Wilo-Foundation geförderte Opernfestival „Wagner-Kosmos“, fand am 16. Mai 2026 die festliche Operngala „Mein lieber Schwan“ statt, die dem 60-jährigen Bestehen der Oper Dortmund gewidmet wurde.

In diesem Rahmen kündigte Heribert Germeshausen, Intendant der Oper Dortmund, eine Uraufführung von besonderer Strahlkraft an: In der Spielzeit 2027/2028 wird Wim Wenders’ Filmklassiker „Der Himmel über Berlin“ als neue Oper im Opernhaus Dortmund uraufgeführt. Die Wilo-Foundation unterstützt das Projekt als zentrale Förderpartnerin und fördert dabei den Kompositionsauftrag sowie die Herstellung des Notenmaterials. Damit schafft sie die Grundlage für die Entstehung eines neuen Opernwerks dieser Größenordnung in Dortmund.

Wilo-Foundation ermöglicht Opernproduktion mit Weltstar Rolando Villazón

Mit „Der Himmel über Berlin“ greift die Oper Dortmund einen Stoff auf, der weit über das Kino hinaus Wirkung entfaltet hat. Wim Wenders’ Film aus dem Jahr 1987 gilt bis heute als künstlerischer Referenzpunkt – wegen seiner poetischen Bildsprache ebenso wie wegen seiner existenziellen Fragen nach Nähe, Sehnsucht, Menschlichkeit und Transzendenz.

Gerade diese künstlerische wie kulturgeschichtliche Bedeutung macht „Der Himmel über Berlin“ zu einem Stoff, der sich für die Oper auf besondere Weise eignet. Für die musikalische Umsetzung konnte die international gefeierte australische Komponistin Elena Kats-Chernin gewonnen werden. Das Libretto schreibt FAUST-Preisträger Martin G. Berger, der zugleich Regie führen wird. Weltstar Rolando Villazón übernimmt eine zentrale Partie und steht damit an der Spitze eines hochkarätigen Ensembles, die dem Projekt schon jetzt besonderes Gewicht verleihen

„Wir empfinden großen Stolz und große Freude darüber, dass wir die Rechte und die Möglichkeit erhalten haben, dieses epochale Werk als Oper uraufführen zu dürfen“, erklärt Opernintendant Heribert Germeshausen. „Eine Arbeit dieser Größenordnung würde man eher an einer Staatsoper erwarten. Umso größer ist unsere Dankbarkeit gegenüber der Wilo-Foundation und dem Fonds Neues Musiktheater des NRW KULTURsekretariats, die dieses Vorhaben maßgeblich unterstützen.“

Oliver Hermes, Kuratoriumsvorsitzender der Wilo-Foundation fügt hinzu: „Als global engagierte Stiftung mit Wurzeln in Dortmund wissen wir, wie wichtig es ist, dass sich eine Stadt nicht nur wirtschaftlich und wissenschaftlich, sondern auch kulturell etwas zutraut. Die Uraufführung von Der Himmel über Berlin steht genau für diesen Mut zu großen Vorhaben: Hier verbinden sich künstlerische Innovation und die reiche Tradition des europäischen Musiktheaters zu einem Projekt, das weit über Dortmund hinaus wirken wird. Dass wir als Wilo-Foundation die Entstehung dieses neuen Opernwerks ermöglichen können, freut uns sehr.“

Neben der Wilo-Foundation wird die Produktion durch den Fonds Neues Musiktheater des NRW KULTURsekretariats unterstützt, der sich an den Produktionskosten beteiligt.

Die Uraufführung ist für den 14. Mai 2028 im Opernhaus Dortmund geplant.

Festliche Operngala entführt Gäste auf musikalische Zeitreise

Zum 60-jährigen Jubiläum der Oper Dortmund bot die Operngala am 16. Mai darüber hinaus ein facettenreiches musikalisches Programm: Verbunden mit Gastbeiträgen der Dortmunder Philharmoniker und des Balletts Dortmund wurden Auszüge aus Hector Berliozʼ La damnation de Faust (1846), Arrigo Boitos Mefistofele (1868) und Charles Gounods Margarethe (1859) mit Musik aus Richard Wagners Lohengrin (1850) und Die Walküre (1870), Daniel-François-Esprit Aubers La muette de Portici (1828), Giuseppe Verdis Nabucco (1842), Edvard Griegs Peer Gynt (1876), Amilcare Ponchiellis La Gioconda (1876) und Giacomo Puccinis Turandot (1926) präsentiert.

Nach Grußworten von Alexander Kalouti, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, und Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, rückte im Rahmen der Verleihung des „Preises der Deutschen Theaterverlage 2026“ die zentrale Rolle der Oper Dortmund in den Blick: Als feste Größe der Dortmunder Stadtgesellschaft prägt sie das kulturelle Leben vor Ort und entfaltet zugleich eine Strahlkraft, die weit über die Region hinausreicht und international Anerkennung findet.

Diese Bedeutung unterstrich auch Stifter Dr.-Ing. E. h. Jochen Opländer, der sich gemeinsam mit den Stiftungsvorständen der Wilo-Foundation David Höltgen und Wolfgang Mertineit im Publikum befand. In einem Gespräch mit Opernintendant Heribert Germeshausen im Rahmen der festlichen Operngala würdigte Dr.-Ing. E. h. Jochen Opländer die Arbeit der Oper Dortmund und hob ihre Bedeutung als kultureller Anker für Stadt und Region hervor.

Im Zuge der Ankündigung der neuen Opernproduktion „Der Himmel über Berlin“ hoben David Höltgen und Wolfgang Mertineit in einem Publikumsgespräch mit Heribert Germeshausen zudem den Mut und den Innovationsgeist der Oper Dortmund hervor. Zugleich brachten sie ihre große Vorfreude auf ein außergewöhnliches künstlerisches Werk zum Ausdruck, das weit über Dortmund hinaus Strahlkraft entfalten dürfte.

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