Wasseraufbereitung in Kolumbien und Jordanien

Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen – insbesondere Wasser – ist gerade in Gebieten, die unter Wasserknappheit oder verunreinigtem Wasser leiden, essentiell.

Kolumbien – Sicheres Trinkwasser im ländlichen Raum

In Kolumbien hat die Wilo-Foundation inzwischen zwei Projekte des Global Nature Fund mit dem lokalen Partner Fundacion Humedales unterstützt:

Zielsetzung des Projekts (2018-19) in Kolumbien ist die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Trinkwasserversorgung in den ländlichen Gemeinden Bocas del Carare bzw. der Neubau einer Infrastruktur in Isla Renacer, einem Stadtteil von Puerto Parra. Dadurch soll die Trinkwassersituation von mehr als 800 Menschen deutlich verbessert werden. An den beiden Projektstandorten wird eine einfache, aber zuverlässige Filtrationstechnologie zur Trinkwasserreinigung und ein entsprechendes Speicher- und Leitungssystem zur Grundversorgung der Menschen installiert.

Bei einem Pilotprojekt (2016) ging es um das Gebiet San Miguel de Sema, nördlich von der Stadt Bogotá gelegen und von langanhaltenden Trockenperioden gezeichnet. Durch eine einfache, aber sehr effiziente Methode der Trinkwasseraufbereitung (Ultrafiltrationstechnologie) wurden etwa 30 Haushalte (ca. 250 Einwohner), eine Grundschule, eine weiterführende Schule (ca. 200 Schüler) sowie eine Kirchengemeinde mit gesundheitlich unbedenklichem Wasser versorgt.

Jordanien - Verbesserung der Hygiene- und Abwassersituation im Jordantal

Zielsetzung des Projektes in Jordanien ist es (2018-20), die momentan schwankende Reinigungsleistung der Kläranlage Tal-Al-Mantah zu stabilisieren, um so ausreichend gereinigtes Abwasser zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen im Jordantal zu gewährleisten: Immer wieder laufen die Abwassergruben der Anwohner über, häusliches und gewerbliches Abwasser wird illegal entsorgt. Grund- und Oberflächenwasser sind stark kontaminiert, was erhebliche gesundheitliche Risiken für Mensch und Natur birgt. Projektpartner vor Ort ist EcoPeace Middle East. Dieser kümmert sich vor Ort um die Maßnahme der Ausrüstung der Kläranlage mit einer eigenen Photovoltaikanlage, die in Zukunft 90% des Strombedarfs der Kläranlage decken soll. Die eingesparten Mittel können dann für Wartungsaufgaben, Ersatzteile und Reparaturen sowie zur besseren chemischen Voruntersuchung des Abwassers verwendet werden. Mit diesem Pilot Abwasser- und Solarprojekt wird erstmals die Stromversorgung einer Kläranlage durch Solarsysteme eingerichtet und dadurch die Hygiene- und Abwassersituation im Jordantal, in dessen Einzugsgebiet 130.000 Menschen leben, verbessert.

Auch der Bau einer Pflanzenkläranlage im nahegelegenen Besucherzentrum Sharhabil Bin Hassneh (SHE) EcoPark ist Teil des von der Wilo-Foundation geförderten Projekts. Mit ihr wird das im Öko-Park und im Besucherzentrum anfallende Abwasser zukünftig gereinigt. Diese dezentrale, äußerst kostengünstige und natürliche Verfahrensweise bietet die Möglichkeit der effizienten Abwasserreinigung und soll gleichzeitig das Bewusstsein der zahlreichen Parkbesucher für Abwasserfragen schärfen. Das ökologische Parkkonzept bietet Besuchern die Möglichkeit, das Jordantal und seinen natürlichen Lebensraum zu erleben. In 2016 und 2017 wurde der SHE EcoPark als eine von Top 100 „Green Destinations“ nominiert.

Unser Förderpartner:

Der Global Nature Fund (GNF) ist eine internationale Stiftung für Umwelt und Natur. Die Stiftung ist staatlich unabhängig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Gegründet wurde der Global Nature Fund im Jahr 1998 mit dem Zweck der Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie des Tierschutzes.

Global Nature Fund