10.10.2017

Herzlichen Glückwunsch!

Team Deutschland-Achter aus Dortmund kehrte erfolgreich von der Ruder-WM zurück


Der Deutschland-Achter aus Dortmund jubelte: Er holte am 1.10.2017 bei der Ruder-WM in Sarsota die Goldmedaille. Foto: Deutschland-Achter GmbH

Sarasota, Florida. Sie rissen die Arme nach der Zieldurchfahrt in die Höhe, jubelten ausgelassen bei Siegerehrung und warfen am Ende Steuermann Martin Sauer ins Wasser: Hannes Ocik, Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider, Torben Johannesen, Maximilian Planer, Felix Wimberger, Johannes Weißenfeld und Martin Sauer feierten mit dem Deutschland-Achter den Gewinn des Weltmeistertitels in Sarasota (USA) sehr ausgelassen. "Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen", freute sich Torben Johannesen. "Ich bin noch voller Adrenalin. Das wird ein bisschen dauern, bis ich realisiere, was heute abgelaufen ist", sagte Hannes Ocik. Und Johannes Weißenfeld ergänzte: "Das war ein sehr guter Einstieg in die Olympiasaison bis Tokio. So kann es weitergehen." Auch Bundestrainer Uwe Bender suchte direkt nach dem Gold-Coup die Nähe zur Mannschaft und genoss es, die deutsche Nationalhymne zu hören: "Das ist nun das i-Tüpfelchen auf eine ganz tolle Saison. Ich bin sehr stolz darauf, wie wir sie abgeschlossen haben." Der WM-Titel in Florida ist nach dem EM-Erfolg, dem Aufstellen der neuen Weltbestzeit sowie den Triumphen in Henley und Luzern die goldene Krönung dieses außergewöhnlichen Ruderjahres für das Flaggschiff des deutschen Sports. Aufgrund des aufkommenden Seitenwindes hatte die Fairness-Kommission des Weltverbandes Fisa die Bahnverteilung vor den Finalrennen geändert und das deutsche Boot auf Bahn sechs - der Wind zugewandten Seite - gesetzt. Letztlich hatte der Seitenwind aber keine große Auswirkung auf den Rennverlauf. Der Deutschland-Achter gab gewohnt das Tempo vor und erarbeitete sich schnell einen Vorsprung von einer halben Bootslänge. Zunächst konnte noch Neuseeland folgen, nach der Streckenhälfte aber setzte sich die deutsche Crew entscheidend auf eine knappe Länge vor den USA ab. Der Gastgeber gab, angefeuert von den Zuschauern auf der ausverkauften Tribüne, noch einmal alles. "Das hat auch uns noch mal extrem gepusht und nach vorne gebracht", sagte Johannes Weißenfeld, dessen Team mit der einer halben Länge vor den USA gewann. Bronze ging an die Italiener, die sich gegen die Niederlande behauptete.

Auch für den Zweier mit Steuermann und den Vierer ohne Steuermann verlief die WM erfolgreich. Das Duo Finn Schröder und Malte Großmann gewann mit Steuermann Jonas Wiesen mit einem beherzten Endspurt die Goldmedaille. Es ist die erste gemeinsame Saison für das Boot. Der junge Vierer ohne Steuermann mit einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren belegte im Highspeed-Finale den sechsten Platz. Das Finale war das Ziel, das ist ein großer Erfolg für das junge Team.

Zum Hintergrund: Das Herz der Sportförderung der Wilo-Foundation schlägt seit drei Generationen vor allem für den Rudersport. Die Verbesserung von Trainingsbedingungen, mannschaftsbildende Maßnahmen sowie die Nachwuchsarbeit bilden hier den Schwerpunkt der Förderung. Mit Stipendien sollen die jungen Ruderer die Möglichkeit erhalten, neben dem Fokus auf den Leistungssport auch die eigene Ausbildung bzw. ihr Studium voranzutreiben. Zur Nachwuchsarbeit im schulischen Bereich zählen auch Ruder-Camps für Schüler oder die Ruder-Stadtmeisterschaft der Schulen in Dortmund.